Programminfo Deutschland
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Nr. 2 | März 2017
Innovate
Low Carbon
Liveable
Well-governed
Fördermittel für transnationale Projekte: Infotage zum 3. Projektaufruf 

am 30. März 2017 in Freiburg im Breisgau

am 4. April 2017 in München

Im Vorfeld des im April 2017 startenden Aufrufs zur Einreichung von Projektideen besteht für Sie die Gelegenheit, sich ausführlich über die Fördervoraussetzungen im Alpenraumprogramm und die Details der Antragstellung zu informieren.

Die Informationstage richten sich an jene Akteure, die im dritten Projektaufruf einen Antrag einreichen wollen. Natürlich sind darüber hinaus auch diejenigen herzlich willkommen, die sich allgemein über das Programm informieren möchten!

 

Die Terms of Reference des 3. Projektaufrufs werden Mitte April veröffentlicht.

Die Einreichfrist für die Expressions of Interest der ersten Antragsstufe ist der 28. Juni 2017.

 

Wir freuen uns, Sie in Freiburg oder München begrüßen zu dürfen!

 

>>> Agenda + Informationen

 

> Anmeldung per Mail an Katharina.Koehne@stmuv.bayern.de

Stichwort «NIT Freiburg» oder «NIT München»

Was passiert in den Alpenraumprojekten?

Die Projekte aus dem 1. Call starteten Anfang des Jahres 2016 ihre Arbeit in den transnationalen Teams.

Heute präsentieren CESBA Alps, GRETA und PEACE_Alps ihre Aktivitäten!

CESBA Alps : Nachhaltigkeitsbewertung von ländlichen Alpenregionen

 

Die aktuellen Instrumente zur Bewertung der Nachhaltigkeit beziehen sich auf Gebäude und kleine städtische Quartiere. Eine räumliche Ebene wie die ländlichen, dünn besiedelten Alpenregionen wird nicht unterstützt. Ziel von CESBA Alps ist es, die Entwicklung, den Austausch und die Umsetzung innovativer räumlicher Politiken und Pläne auf der Grundlage gemeinsamer Planungstools zu fördern.

 

Neun Alpenländer arbeiteten im ersten Projektjahr an den Kriterien zur Bewertung der Nachhaltigkeit von ländlichen Alpengebieten. Jeder Partner brachte spezielle Charakteristika seiner Pilotregion in einen Kriterienkatalog ein. Dieser Katalog lässt sich einteilen in touristische, soziale, energietechnische oder ökologische Bereiche. Nicht nur der Kriterienkatalog wurde konkretisiert,sondern auch erste Kontakte zu den Pilotregionen geknüpft, wodurch im Zuge von Workshops bereits erste Impulse vor Ort gesetzt werden konnten.

 

Endergebnis wird ein Planungswerkzeug sein, das sowohl von Gemeinden als auch von Planern verwendet werden kann. Unter der Leitung von Prof. Dr. Natalie Eßig entwickeln Simone Magdolen und Johannes Peter Steidl, wissenschaftliche Mitarbeitende im Fachgebiet Baukonstruktion und Bauklimatik an der Fakultät für Architektur, Hochschule München das Werkzeug gemeinsam mit dem internationalen Team.

 

Im letzten Jahr wurde zudem ein Wahlpflichtfach an der Hochschule München in Kooperation mit der Hochschule Coburg in das Projekt CESBA Alps eingebunden. Unter dem Titel «Der Berg ruft - Das Land ruft - Nachhaltigkeitsbewertung von ländlichen Räumen» wurde mit einer Studentengruppe nicht nur die eigentliche Pilotregion Chiemgauer Alpen und im speziellen die Gemeinde Ruhpolding eingehend bearbeitet, sondern zum Vergleich auch die Gemeinde Untermerzbach in Unterfranken. Durch den hergestellten räumlichen Bezug konnten Muster abgeleitet und übertragen sowie Synergieeffekte erkannt werden. Ziel ist es, den Kommunen Zukunftsperspektiven und Empfehlungen in Bezug auf ihre Nachhaltigkeit aufzuzeigen.

 

In den nächsten Monaten werden auf Basis des Kriterienkatalogs Indikatoren gebildet. Daraus werden einzelne wichtige Schlüsselfaktoren der Nachhaltigkeit - die Key Performance Indikatoren - ausgewählt und weiterentwickelt. Die Key Performance Indikatoren ermöglichen letztlich die Vergleichbarkeit der Regionen!

 

deutscher Partner im Projekt:

 

Hochschule für angewandte Wissenschaften München

Fakultät für Architektur

Prof. Dr.-Ing. Natalie Eßig // natalie.essig@hm.edu

 

>>> mehr erfahren 

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GRETA : Jederzeit, fast überall - mit oberflächennaher Geothermie Energie gewinnen 

 

Wie lässt sich die Nutzung oberflächennaher Geothermie - eine bis dato noch wenig genutzte erneuerbare Energiequelle - im Alpenraum fördern? Das Projekt GRETA legt dazu erste Ergebnisse vor. GRETA steht für Near-Surface Geothermal REsources in the Territory Alpine Space. In seinem ersten Jahr hat GRETA ein detailliertes Bild der aktuellen Situation im Projektgebiet entwickelt. Für die Bestandsaufnahme sammelten zwölf Institutionen aus sechs Alpenländern Informationen über die technischen und regulatorischen Voraussetzungen sowie Daten über das thermische Potential der Regionen.

 

Eine Zusammenstellung verfügbarer Anlagen und Systeme gibt einen Überblick über das breite Anwendungsspektrum für oberflächennahe Geothermie. Best-Practice-Beispiele veranschaulichen die Einsatzmöglichkeiten und zeigen Unterschiede auf. Der «Catalogue of techniques and best practices for the utilization of Near-Surface Geothermal Energy» soll Kommunen als Entscheidungshilfe dienen, die beste Nutzungsweise oberflächennaher Geothermie für die Bedürfnisse und Gegebenheiten vor Ort zu finden.

 

Ergänzend dazu vergleicht eine Analyse der gesetzlichen Rahmenbedingungen die unterschiedlichen Regularien zur Anwendung oberflächennaher Geothermie in den Ländern der Alpenregion. Hier zeigt sich, dass große Unterschiede bei den beteiligten Gebietskörperschaften existieren, welche bei den relevanten Regelungen über Entscheidungsgewalt verfügen. Während in Frankreich Regelungen nur auf nationaler Ebene festgelegt werden, werden in den meisten anderen Ländern diese Regelungen auf lokaler Ebene ergänzt und konkretisiert.

 

Für Bürgermeister, kommunale Energieberater, technische Anlagenplaner und interessierte Bürger, welche die Eignung oberflächennaher Geothermie in ihrem Gebiet beurteilen wollen, wird eine großmaßstäbliche Karte entwickelt, die über umweltrelevante, technische und gesetzliche Kriterien informiert.

 

Die Projektpartner wählten drei Pilotregionen für detaillierte Untersuchungen aus: In Cerkno (Slowenien), im Oberallgäu (Deutschland) und im Aostatal werden in den kommenden Monaten Methoden zur Integration oberflächennaher Geothermie in die lokale Energieplanung der Gemeinden entwickelt und umgesetzt. 

 

deutsche Partner im Projekt:

 

Lead Partner Technische Universität München

Lehrstuhl für Hydrogeologie

Dr. Kai Zosseder // kai.zosseder@tum.de

 

Klima-Bündnis - Alianza del Clima e.V.

Andreas Kress // a.kress@climatealliance.org

 

Triple S-GmbH

Reiner Wittig // r.wittig@triples-systeme.com

 

>>> mehr erfahren 

 

Lesen Sie hier das Interview mit der Projektmanagerin Christine Haas im Interreg Blog des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung!

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PEACE_Alps : Maßnahmen bündeln - für mehr Energieeffizienz und unser Klima

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Das Projekt PEACE_Alps hat Fahrt aufgenommen: Seit dem Projektstart 2016 haben die elf Projektpartner in ihren jeweiligen Regionen des Alpenraums Auftaktforen organisiert und Vertreter der Städte und Gemeinden zum Fortschritt der Umsetzung von Aktionsplänen befragt. Als Ergebnis dieser Befragungen sind bereits erste Maßnahmen in den Bereichen Energiemanagement, energetische Sanierung öffentlicher Gebäude, Erneuerung der Straßenbeleuchtung und Anpassung an den Klimawandel ausgearbeitet worden und befinden sich nun kurz vor der Realisierung. Parallel zu den fachlichen Fragen wurden die organisatorischen Strukturen und die zentralen Akteure definiert, die für die Umsetzung der Bündelungsmaßnahmen in den jeweiligen Regionen verantwortlich sein werden.

 

PEACE_Alps greift Probleme auf, die mit der oft nur zögerlichen Umsetzung von Aktionsplänen für nachhaltige Energie oder anderen Energiekonzepten von Städten und Gemeinden einhergehen. Das Projekt unterstützt daher Kommunen bei der Entwicklung und Umsetzung konkreter Maßnahmen mit einem interkommunalen Ansatz für mehr Energieeffizienz und erneuerbare Energien: Dies geschieht durch die Bündelung von Aktivitäten mehrerer Städte und Gemeinden. Energie- und Klimakonzepte sollen so wirtschaftlich effektiver umgesetzt und die Minderung von Treibhausgasen wirkungsvoll unterstützt werden.

 

Ein wichtiges Merkmal ist  dabei der Bottom-up-Ansatz, bei dem die Bedürfnisse der Kommunen von Anfang an berücksichtigt werden. Des Weiteren sorgen innovative Moderationsmethoden für frischen Wind bei der Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren.

 

deutsche Partner im Projekt:

 

Energiewende Oberland - Bürgerstiftung für Erneuerbare Energien und Energieeinsparung

Ellen Esser // esser@energiewende-oberland.de

 

Energie- & Umweltzentrum Allgäu gemeinnützige GmbH

Dr. Hans-Jörg Barth // barth@eza.eu

 

Klima-Bündnis

Andreas Kress // a.kress@climatealliance.org

 

>>> mehr erfahren : www.peace-alps.eu

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RegioStars 2017

Die RegioStars Awards der Europäischen Kommission identifizieren gute Praxis in der Regionalentwicklung und lenken die Aufmerksamkeit auf innovative Projekte die für andere Regionen eine inspirierende Wirkung haben.

Bewerben Sie sich mit Ihrem Projekt bis zum 10. April 2017!

 

Die Award Kategorien in diesem Jahr:

  • Smart Specialisation for SME innovation
  • Energy Union: Climate action
  • Women Empowerment and Active Participation
  • Education and training
  • CityStars: Cities in Digital Transition

>>> mehr erfahren und bewerben

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Publikationen

>>> Broschüre "Projects and EUSALP"

zur Verknüpfung der Alpenraumprojekte und der EU-Strategie für den Alpenraum

 

>>> Thematische Faltblätter 

zu Fördermöglichkeiten durch die Interreg B-Programme

zu den Themen Ressourceneffizienz, Blaues Wachstum, Soziale Innovationen, Energie und Verkehr

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Projektdatenbank KEEP

KEEP ist die Datenbank der grenzüberschreitenden, transnationalen und interregionalen Kooperationspro­jekte der EU-Kohäsionspolitik. Die Plattform - entwickelt von INTERACT - enthält zahlreiche interessante Daten auf Ebene der Programme, der Projekte und der Projektpartner der letzten Förderperioden. Projekte und Akteure können nach Schlüsselwörtern, Thema und Land gesucht werden. Seit Kurzem sind auch die neuen Alpenraumprojekte der laufenden Förderperiode in der Datenbank.

 

>>> zur Datenbank

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Für Fragen und Informationen stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung!

 

Beste Grüße

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Katharina Köhne 

Alpine Space Contact Point - Interreg B Alpenraumprogramm

 

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Referat 25

Alpenraum-Netzwerke

Makroregionale Strategien

Förderangelegenheiten der Europäischen Union

 

Rosenkavalierplatz 2

81925 München

 

Tel.    +49 89 9214 4307

Mail   Katharina.Koehne@stmuv.bayern.de

 

www.alpine-space.eu

 

 

Bildnachweis:

Titelbild: Katharina Köhne

Projekt CESBA Alps: Johannes Peter Steidl

Projekt GRETA: Christine Haas

Projekt PEACE_Alps: Ellen Esser

 
European Regional Development Fund