Programminfo Deutschland
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Nr. 1 | März 2018
Innovate
Low Carbon
Liveable
Well-governed
Projektaufrufe

Noch bis Mitte April läuft die Evaluierungsphase der Projekte des 3. Aufrufs – am 17. April wird dann vom Programme Committee entschieden, welche Projekte gefördert werden und mit der Umsetzung starten dürfen! Der Zeitplan für den 4. Projektaufruf wird in den kommenden Wochen fixiert.

Evaluierung des Alpenraumprogramms

Das Alpenraumprogramm beauftragte eine Evaluierung der Kommunikation, der Effektivität und des Einbezugs von Stakeholdern des Programms. Die Lead Partner und Observer der Alpenraumprojekte sowie Vertreter der EUSALP Action Group Leader und des aktuellen Vorsitzlandes wurden eingeladen ihre Meinung im Zuge von Onlineumfragen kundzutun. Nur eine rege Beteiligung ermöglicht eine Bewertung der Effektivität des Programms – wir möchten uns bei allen involvierten Stakeholdern für die Mitwirkung bedanken! Ergebnisse der Evaluation werden für Herbst 2018 erwartet.

Drei Alpenraumprojekte als Teil des EU-Kulturerbejahres 2018

CCAlps, YOUrALPs und AlpFoodway tragen zum Erhalt und zur Inwertsetzung des kulturellen europäischen Erbes in Bezug auf Kultur- und Kreativwirtschaft, Jugend und Ernährung bei und wurden von der Europäischen Kommission ausgewählt im EU-Kulturerbejahr 2018 mitzuwirken! 

Was läuft in den Alpenraumprojekten?

Zurzeit laufen 33 Projekte, die in den ersten beiden Projektaufrufen genehmigt worden sind.

Die Projektteams des 2. Aufrufs arbeiten nun seit knapp 1 1/2 Jahr zusammen.

Heute berichten die Projekte aus der Priorität 2: « CO2-armer Alpenraum »

AlpInnoCT, ASTUS, CaSCo, e-MOTICON, GREENCYCLE und IMEAS

sowie die Projekte aus der Priorität 1: « Innovativer Alpenraum »

DesAlps und PlurAlps von ihren Aktivitäten!

Weitere Informationen zu den laufenden Fortschritten finden Sie auf den jeweiligen Projektwebseiten.

AlpInnoCT - umweltfreundlicher Gütertransport über die Alpen

Quelle und Ziel des alpenquerenden Verkehrs liegen überall in ganz Europa. So ist bei diesem Thema besonders wichtig, dass Partner aus allen Staaten grenzüberschreitend kooperieren!

Im Projekt AlpInnoCT arbeiten 15 Partner aus 5 Ländern daran, die gravierenden ökologischen Folgen des transalpinen Verkehrs zu reduzieren.

Mit kombiniertem Güterverkehr wird Luftverschmutzung und Lärmbelastung entgegengewirkt, indem unterschiedliche Verkehrsträger verknüpft werden und ein Großteil des Transports auf der Schiene zurückgelegt wird. Dennoch werden aus verschiedenen Gründen die meisten Güter heute noch immer auf der Straße transportiert.

AlpInnoCT setzt sich zum Ziel die Effizienz und Produktivität - und damit die Wettbewerbsfähigkeit - des Kombinierten Verkehrs zu erhöhen und CO2-Emissionen zu reduzieren. Um das zu erreichen, hatte das Projektteam die innovative Idee, das Know How aus der Produktionsindustrie auf Prozesse im kombinierten Verkehr zu übertragen. So soll die transnationale Transportkette ganzheitlich optimiert werden!

 

 

Zuerst wurde der Stand der Technik des europäischen Verkehrssystems bezüglich bestehender Umschlagstechniken, Maßnahmen und Förderinstrumentarien im Hinblick auf Verbesserungspotenziale zur Effizienzsteigerung des kombinierten Verkehrs analysiert.

Ein erster Austausch mit der EUSALP Aktionsgruppe für Mobilität behandelte die Stärkung der Intermodalität und Interoperabilität im Personen- und Güterverkehr im Alpenraum. 

Die Beschreibung der Güter- und Informationsströme entlang der Pilotkorridore «Verona – Rostock» und «Bettembourg –Triest» ist die Grundlage für eine Stärken-Schwächen-Analyse. Diese bildet zusammen mit der Darstellung idealer Prozesse im kombinierten Verkehr die Basis, für die Übertragung und Integration innovativer Ansätze aus der Produktionsindustrie in die alltäglichen Abläufe des kombinierten Verkehrs.

Im weiteren Projektverlauf möchte das Team eine alpenweite Dialogplattform zur Erweiterung der Kenntnisse und Stärkung der Beteiligungsmöglichkeiten aller Interessensgruppen im Bereich des kombinierten Verkehrs etablieren.

 

Im Rahmen der midterm conference am 8./9. Mai 2018 in Prien am Chiemsee werden Ideen zur Optimierung der Prozesse und Kooperationen in Netzwerken des kombinierten Verkehrs mit Vertretern aus Politik, Forschung und Industrie diskutiert. Diese werden anschließend weiterentwickelt und in konkreten Handlungsempfehlungen und -anleitungen für die Öffentlichkeit münden. 

>>> Programm & Anmeldung

 

deutsche Partner im Projekt:

 

Lead Partner: Oberste Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr

Veronika Birkhold // Veronika.Birkhold@stmi.bayern.de

 

Bayernhafen GmbH & Co. KG                                 

Alexander Ochs // a.ochs@bayernhafen.de

 

Eberl Internationale Spedition GmbH & Co. KG 

Thomas Eberl // thomas.eberl@spedition-eberl.de

 

TX Logistik AG                                                                

Bernd Weisweiler // b.weisweiler@txlogistik.eu

 

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ASTUS - Mobilitäts- und Siedlungsstrategien für den Alpenraum

ASTUS baut auf dem abgeschlossenen Alpenraumprojekt MORECO (Mobility and Residential Costs) auf und will einen Schritt weiter in Richtung Umsetzung konkreter Maßnahmen in ausgewählten Pilotregionen gehen. Das Ziel: Schlaue Strategien für die Mobilität und Siedlungsentwicklung der Bewohner des Alpenraums entwickeln, die zu weniger CO2-Ausstoß führen.

 

Ein Fokus des Projekts liegt auf der Einbindung und aktiven Beteiligung der Piloträume: Die Landkreise Ebersberg, Fürstenfeldbruck, München und Starnberg sowie die Gemeinden Neubiberg und Haar bei München. In enger Zusammenarbeit mit diesen regionalen Partnern werden von der TU München praxisorientierte Instrumente für eine nachhaltige und CO2-arme Verkehrs- und Siedlungsplanung entwickelt. Zusätzlich wurden von der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund GmbH Mobilitätsbefragungen durchgeführt, um die CO2-Einsparpotentiale von neuen Mobilitätsformen im ÖPNV und darüber hinaus (z.B. Schnellbuslinien, Ruftaxi, Car-Sharing etc.) abzuschätzen.

Im nächsten Schritt werden aus den bisherigen Ergebnissen gemeinsam mit den Pilotregionen Szenarien und Aktionspläne für die CO2-Reduzierung entwickelt. Wichtige Fragen dabei sind, mit welchen Maßnahmen eine nachhaltige CO2-Reduktion erreicht werden kann und wie diese umgesetzt werden können. Schon jetzt ist klar: Eine nachhaltige Verhaltensänderung der Verkehrsteilnehmer ist ein zentraler Baustein des notwendigen Wandels!

 

 

Doch was kann zu einer Verhaltensänderung führen? Welche Vorstellungen und Bedenken haben die Menschen? Welche Argumente wirken überzeugend? ASTUS will Antworten auf diese Fragen finden und wird dabei von einem Verhaltenspsychologen unterstützt, der dabei hilft, auf geeignete Weise mit den Zielgruppen des Projekts vertrauensvoll zu kommunizieren.

Im Landkreis Ebersberg will man beispielsweise mit der Befragungen herausfinden, wie das Konzept des Car-Sharings gestärkt werden kann, in Haar und Neubiberg, wie der vorhandene Wohnraum z.B. durch Mitwohnen, Wohnungstausch oder Umbau eine intensivere Nutzung erfahren kann. Aus allen Ergebnissen werden übertragbare Handlungsempfehlungen entwickelt. Konkrete Beispiele sollen in lokalen Medien veröffentlicht werden und zur Nachahmung animieren.

 

Ende Juni 2018 werden auf der midterm conference in Werfenweng im Salzburger Land erste Ergebnisse präsentiert. 

 

deutsche Partner im Projekt:

 

Technische Universität München / Professur für Siedlungsstruktur und Verkehrsplanung

Prof. Dr.-Ing. Gebhard Wulfhorst // gebhard.wulfhorst@tum.de 

 

Münchner Verkehrs- und Tarifverbund GmbH (MVV)                 

Dr. Markus Haller // Markus.Haller@mvv-muenchen.de 

 

Landeshauptstadt München, Referat für Stadtplanung und Bauordnung                        

Dr. Stephan Schott //stephan.schott@muenchen.de

 

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CaSCo - mehr regionales Holz für den Klimaschutz

Im gesamten Alpenraum wächst viel Wald. Wird in den Regionen mit Holz gebaut, kommt dieses jedoch oft von außerhalb. Das ist schlecht für die regionale Wertschöpfung und aufgrund der teilweise sehr langen Transportwege auch fürs Klima.

 

Ziel des Projekts CaSCo ist es daher klimaschädliche Treibhausgase durch die Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten im Bereich der Holzindustrie zu reduzieren. Hier existieren große, bislang teilweise unausgeschöpfte Potenziale. CaSCo macht diese Potenziale für Kommunen und Akteure aus der Holzbranche des Alpenraums sichtbar und stärkt das Bewusstsein für die Verwendung regionalen Holzes im öffentlichen und privaten Sektor.

 

 

Ein Bereich mit viel Potenzial: Eine umweltfreundliche öffentliche Beschaffung! Diese ist auf dem Vormarsch, doch blieb die Verbindung zur regionalen Wertschöpfung bislang meist unbeachtet. Holz von Hier und das Klima-Bündnis forcieren zusammen mit zehn Partnern aus dem Alpenraum Fortschritte in diesem Bereich, um Nachhaltigkeitsaspekte zukünftig besser auszuschöpfen und die lokale und regionale Ebene zu stärken. Rohstofflieferanten, verarbeitende Gewerbebetriebe, Planer und öffentliche Beschaffer werden dabei im Projekt gleichermaßen adressiert.

 

Im Frühjahr 2018 haben Kommunen und private Akteure aus der Holzbranche die Möglichkeit, sich beim «Alpine Space Regional Timber Award» zu bewerben. Der Award würdigt vorbildliche Initiativen, die durch die Verwendung regionalen Holzes aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern realisiert wurden. Infos zu den Bewerbungsmodalitäten finden Sie demnächst auf der Projektwebseite

 

deutsche Partner im Projekt:

 

Holz von Hier gemeinnützige GmbH                   

Philipp Strohmeier // info@holz-von-hier.de

 

Klima-Bündnis                                                                              

Andreas Kress // a.kress@climatealliance.org

 

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e-MOTICON - Ladeinfrastruktur für Elektroautos im Alpenraum

Der Alpenraum ist eine Region voller Gegensätze: Wirtschaftlich prosperierende Räume grenzen an entsiedelte Regionen, europäisch bedeutende Verkehrsachsen treffen direkt auf sensible Ökosysteme mit besonderem Schutzbedürfnis. Die Auswirkungen des Klimawandels sind besonders stark zu spüren. Die Reduzierung der CO2-Emissionen, allen voran im Verkehr, ist daher ein wichtiges Ziel auf der alpinen Agenda. Elektromobilität kann dabei eine nachhaltige Lösung darstellen, ihr erfolgreicher Einsatz im Alpenraum ist allerdings bei weitem noch nicht flächendeckend möglich. Gründe für den langsamen Ausbau sind neben hohen Kosten für E-Fahrzeuge auch die ungleiche Verteilung von Ladeinfrastruktur sowie das Fehlen gemeinsamer Strategien für einen effektiven transnationalen Betrieb.

 

15 Partner und 41 Beobachter aus sechs Ländern nehmen sich im Projekt e-MOTICON der ungleichmäßigen Verbreitung von Elektromobilität im Alpenraum an. Das Projektkonsortium setzt sich aus Verwaltungsbehörden, Kommunen, Forschungseinrichtungen und der Privatwirtschaft zusammen und wird bis April 2019 an einer besseren Integration von Planungsinstrumenten in der öffentlichen Verwaltung arbeiten. Das Wissen über technologische Innovationen und Geschäftsmodelle rund um das Thema Elektromobilität soll wachsen. e-MOTICON will die öffentliche Verwaltung beim Aufbau einer innovativen intermodalen E-Ladeinfrastruktur unterstützen. Ein transnationalen Strategie und regionale Aktionspläne bilden dafür die Grundlage.

 

e-MOTICON strebt nach:

  • einer erhöhten Nutzbarkeit von Elektromobilität im Alpenraum basierend auf einer interoperablen E-Ladeinfrastruktur
  • einer breiten Einführung von innovativen Planungsinstrumenten für eine interoperable Ladeinfrastruktur, die auf EU-Ebene übertragbar sind
  • einer zunehmenden Kompetenz bei der integrierten Planung der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Kooperation mit der Privatwirtschaft

Die neu installierte «e-MOTICON Networking Plattform» erleichtert einen transnationalen Austausch beim Thema Elektromobilität und unterstützt eine gleichmäßige Ausbreitung von Ladeinfrastruktur. Öffentlichen Verwaltungen, Forschungszentren, Industrie, Tourismusverbände und weitere Stakeholder, die sich für das Thema Elektromobilität interessieren, sind eingeladen, der Plattform beizutreten!

 

 

deutsche Partner im Projekt:

 

Hochschule für angewandte Wissenschaften Kempten Forschungszentrum Allgäu

Kathrin Eisele // kathrin.eisele@hs-kempten.de

 

Bayern Innovativ GmbH                                            

Dr. Borris Haupt // haupt@bayern-innovativ.de

 

Wirtschaftsförderungsgesellschaft Berchtesgadener Land mbH

Lars Holstein // Lars.holstein@wfg-bgl.de

 

B.A.U.M. Consult GmbH München                                                      

Ludwig Karg // l.karg@baumgroup.de

 

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GREENCYCLE - Stärkung der alpinen Kreislaufwirtschaft

 

Rohstoffgewinnung – Produktion – Nutzung – Entsorgung – Deponierung. Das ist das Prinzip der linearen Wirtschaft. Die Kreislaufwirtschaft dagegen möchte nach der Nutzung immer mehr Stoffe zurück in den Wirtschaftskreislauf führen - im Ideal hin zu einer «Kein-Abfall-Wirtschaft».

 

Das Projekt GREENCYCLE verfolgt das Ziel, das System der Kreislaufwirtschaft in den fünf Partnerstädten Maribor, Freiburg, Trient, Vienne und Vorau beispielhaft für alle alpinen Städte stärker in die Umsetzung zu bringen. Bislang wird das Prinzip der Kreislaufwirtschaft in den alpinen Kommunen unterschiedlich stark angewendet – GREENCYCLE möchte zeigen, dass jedes Dorf und jede Stadt von guten Beispielen lernen und den eigenen Beitrag zur Müllvermeidung steigern kann!

 

Nach einer Analyse zum Status der Kreislaufwirtschaft in den Partnerstädten geht es in der nächsten Runde um die Zusammenstellung einer «Werkzeugbox» mit einzelnen Instrumenten. Die Instrumente und Maßnahmen sollen Gute-Praxis-Beispiele darstellen wie z.B. ein Fragebogen zur Kreislaufwirtschaft, eine Machbarkeitsstudie zum Bodenaushubmanagement, ein Bericht zur Erst-Einrichtung der Abfallwirtschaft sowie zur Errichtung eines energieautarken Gebäudes.

Parallel dazu wird das Netzwerk der Stakeholder im Bereich der Kreislaufwirtschaft in den Partnerstädten weiter aufgebaut und durch Workshops Wissensaustausch und Zusammenarbeit gestärkt.

 

 

Beim letzten Partnermeeting in Freiburg zeigte die Stadtverwaltung bei einer Exkursion, wie eine ehemalige Mülldeponie zu einem Energieberg umgebaut wurde, der mehrere tausend Haushalte mit Strom und Wärme versorgt sowie Pflanzenkohle aus Grünschnitt erzeugt. Die Besucher wurden mit den E-Fahrzeugen der Stadtverwaltung gefahren - auch das ein Gute-Praxis-Beispiel. Als Geschenk gab es einen «Freiburg-Cup», einen städtischen Mehrweg-Pfandbecher für Kaffee zum Mitnehmen, der die Massen an täglichen ToGo-Bechern reduzieren soll.

 

Die Ergebnisse des Projektes werden im Jahr 2019 auf der neu entwickelten Internetplattform «Circular Economy in Alpine Space» mit aufbereitetem Wissen, «Werkzeugkasten» und einem Marktplatz veröffentlicht.

 

deutscher Partner im Projekt:

 

Stadt Freiburg im Breisgau                                      

Susanne Knospe // Susanne.Knospe@stadt.freiburg.de

 

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IMEAS - Integrierte und mehrstufige Energiemodelle für den Alpenraum

Integrierte und nachhaltige Energiepolitik gelingt nur, wenn öffentlichen Verwaltungen, Agenturen und anderen Institutionen über Sektorgrenzen und Handlungsebenen hinweg zusammenarbeiten. Dafür entwickelt das IMEAS Konsortium Strategien und Instrumente und bietet entsprechende Schulungen für die beteiligten Akteure an.

 

Über die verschiedenen Handlungsebenen hinweg (von der Gemeinde über Landkreise, Regionen, Länder- und Bundesebene bis hin zur EU) wurden Ziele für die Energiewende definiert und jeweils eigene Vorgehensweisen und Kontrollmechanismen entwickelt – dies oftmals nur wenig abgestimmt. IMEAS nimmt diese Situation unter die Lupe! Derzeit entwickelt das IMEAS-Team – unter Koordinierung der B.A.U.M. Consult GmbH – Instrumente und Anleitungen, die auf verschiedenen Ebenen helfen sollen konkrete Fortschritte auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz und einer postfossilen Energieversor­gung zu erzielen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der vertikalen, horizontalen und sektorübergreifenden Kooperation von Kommunalverwaltungen, Energieversorgern und Wirtschaft.

 

 

Für den weiteren deutschen Projektpartner, das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!), steht die Schaffung einer gemeinsamen Datenbasis für die Bewertung von Maßnahmen und das Erfolgs-Controlling im Vordergrund. Ein Leitfaden soll in allen Ländern auf allen Ebenen bei der Erstellung von Energiebilanzen unterstützen und verweist auf dafür verfügbare Software. Damit soll erreicht werden, dass die Bilanzerstellung (bestenfalls) in allen Alpenregionen einheitlich abläuft.

 

Das eza! wird in der Modellregion Allgäu zwei verschiedene Bilanzierungsprogramme in der Praxis testen. Beide Programme arbeiten mit dem gleichen Rechenmodell, das in Deutschland im Auftrag des Bundesumweltministeriums entwickelt wurde und jetzt auf verschiedenen Ebenen eingesetzt werden kann. Im Projekt wird das Verfahren dann den anderen Partnern aus den sieben Alpenländern nähergebracht. IMEAS liefert so ein Beispiel, wie durch transnationale Kooperation die Arbeit der verschiedenen Ebenen, Sektoren und Regionen vereinheitlicht und vergleichbar gestaltet werden kann.

 

deutsche Partner im Projekt:

 

Energie- & Umweltzentrum Allgäu gemeinnützige GmbH

Dr. Thorsten Böhm // boehm@eza-allgaeu.de

 

B.A.U.M. Consult GmbH München                                                      

Ludwig Karg // l.karg@baumgroup.de

 

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DesAlps - mit Design Thinking Innovation vorantreiben

In einer Zeit in der ständiger Wandel in Institutionen an der Tagesordnung steht und bestehende Prinzipien und Praktiken stetig hinterfragt werden müssen, bedarf es neuer Wege und Herangehensweisen. Wenn Prozesse immer wieder neu überdacht und flexibel gestaltet werden, kann mit dem Wandel Schritte gehalten werden! Nur wie gelingt das? Das Projekt DesAlps entwickelt neue Ideen für den Alpenraum: Rahmenbedingungen für Innovationen in kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) sollen auf transnationaler Ebene verbessert und gleichzeitig ein befruchtender Austausch untereinander gefördert werden. All dies unter Anwendung der Innovationsmethode «Design Thinking».

 

«Design Thinking» ist ein Treiber für nutzerzentrierte Innovationsprozesse, bei denen die Bedürfnisse und Motivationen von Menschen in den Vordergrund gestellt und aufbauend darauf neue Lösungen und Ideen entwickelt werden. Nachhaltige Produkte oder Services mit hohem Mehrwert und Marktpotential können generiert werden. DesAlps macht sich das Potenzial von «Design Thinking»  zunutze und möchte damit bei KMUs im Alpenraum eine nachhaltige Innovationskultur etablieren, die auf eine positive Veränderung ausgerichtet ist. Hindernisse als Chancen sehen und Experimentierfreude zulassen – das steigert die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen!

 

 

Eine Status Quo Analyse in den Regionen der DesAlps Partner hat ergeben, dass die KMUs großes Interesse an dem Innovationsansatz «Design Thinking» haben, ihnen allerdings ausreichendes Wissen darüber fehlt und Unterstützung benötigt wird. DesAlps bildet derzeit in transnationalen Workshops «Design Thinking Coaches» aus – hier z.B. in Ljubljana. Die Coaches geben ihr Wissen dann in Schulungen in «Design Thinking Labs» an interessierte Unternehmen weiter. Im Juli 2018 startet DesAlps mit der Errichtung der Labs in den Partnerregionen.

 

Weiteres Vorhaben des Teams ist es ein «DesAlps Virtual Training Center» aufzubauen. Es soll das Netzwerk rund um die Labs stärken, Materialien zu Verfügung stellen und Platz für direkten Erfahrungsaustausch bieten. Die Vision dabei: Der Aufbau einer Gemeinschaft von «Design Thinking Experten», die voneinander lernt, sich inspiriert und miteinander wächst.

 

deutscher Partner im Projekt:

 

bwcon GmbH - Turning Ideas into Business

Alexandra Hofmann // hofmann@bwcon.de

 

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PlurAlps – eine Willkommenskultur für die Alpen!

Das Projekt PlurAlps zielt darauf ab, Gemeinden, Unternehmen und die Zivilgesellschaft bei der Entwicklung einer Willkommenskultur zu unterstützen und somit die Attraktivität und den sozialen Zusammenhalt im ländlichen Raum zu stärken.

Der deutsche Projektpartner Gemeindenetzwerk «Allianz in den Alpen» arbeitet gemeinsam mit neun weiteren Institutionen und den Pilotgemeinden an der Entwicklung eines Instruments für die mittel- und langfristige Sozialplanung in Kommunen.

 

Kommunen und auch viele Vereine und Bürger bieten eine Vielzahl von Dienstleistungen und Angeboten an. Oftmals gibt es jedoch keinen Überblick über die gesamte Palette und keine Abstimmung untereinander. Durch Kooperation und Nutzung von Synergien können Kosten gespart und ein attraktiveres Leben in der Gesellschaft ermöglicht werden.

 

Hier will PlurAlps ansetzen und mit einer angepassten Sozialplanung den Zusammenhalt und die Entwicklung in Gemeinden und Regionen fördern. Mit einem Sozialplanungsinstrument (SPI) wird eine mittel- und langfristige Sozialplanung möglich, die die Belange von Einheimischen als auch von Neuzugezogenen berücksichtigt. Das SPI setzt sich zusammen aus dem Prozess in der Gemeinde, einem Indikatorenkatalog in Form eines Online-Tools und einem Handbuch. Die Bewertung der Indikatoren ermöglicht letztlich eine Einschätzung der aktuellen Lebensqualität, die Zuwanderer in der Gemeinde vorfinden.

 

 

Zu Beginn wurden neun Pilotgemeinden und eine Pilotregion, verteilt auf sieben Alpenstaaten, ausgewählt. Das SPI wurde samt Indikatoren mit Modell zur Selbstbewertung und einem Leitfaden für die Prozessbegleiter in fünf Sprachen (Englisch, Deutsch, Französisch, Italienisch, Slowenisch) entwickelt. Die Prozessbegleiter sind geschult worden und sind startklar für ihre im Frühjahr beginnende Arbeit in den Piloträumen - sie werden die Gemeinden dabei unterstützen das neue Instrument zu testen!

 

Wie das funktioniert? Die Bewertung der Indikatoren erfolgt durch eine Arbeitsgruppe, der neben Verwaltungsangestellten und politischen Vertretern auch lokale und regionale Stakeholder und Vertreter verschiedener Bevölkerungsgruppen angehören. Nach der Auswertung wird die Arbeitsgruppe Maßnahmen und Ideen zur Verbesserung des Istzustandes in der Gemeinde sammeln. Schlussendlich soll ein Katalog von Maßnahmen - die im Laufe der nächsten Jahre umgesetzt werden können - vorliegen und der Öffentlichkeit präsentiert werden. Anhand der Rückmeldungen der Pilotregionen werden alle Bestandteile des Sozialplanungsinstruments vom PlurAlps-Team überarbeitet und an die tatsächlichen Bedürfnisse angepasst.

 

Bei der midterm conference am 16. Mai 2018 in Turin werden Ergebnisse präsentiert und ein Austausch unter den Alpenstaaten angeregt.

 

deutscher Partner im Projekt:

 

Gemeindenetzwerk «Allianz in den Alpen» e.V. 

Katharina Gasteiger // info@alpenallianz.org

 

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Öffentliche Konsultation der Europäischen Kommission zu EU-Fonds im Bereich der Kohäsion

In diesem Jahr wird die Kommission ihre langfristige Finanzplanung – den mehrjährigen Finanzrahmen – für die Zeit nach 2020 vorlegen und weitgreifende Vorschläge für die nächste Generation von Finanzierungsprogrammen machen. Zunächst muss sorgfältig geprüft werden, was in der Vergangenheit gut funktioniert hat und was optimiert werden kann. Die Konsultation ist ein wichtiger Bestandteil dieses Prozesses und verfolgt das Ziel, Meinungen dazu einzuholen, wie jeder einzelne Euro aus dem EU-Haushalt am besten genutzt werden kann. Die gesammelten Rückmeldungen werden bei der Vorbereitung des neuen mehrjährigen Finanzrahmens berücksichtigt. Zur Beteiligung aufgerufen sind alle Bürgerinnen und Bürger sowie Interessenträger im Bereich der Kohäsionspolitik einschließlich der Begünstigten von Programmen und Fonds der EU wie lokale, regionale und nationale Behörden, zwischenstaatliche und nichtstaatliche Stellen, akademische Einrichtungen und Unternehmen.

Äußern Sie Ihre Meinung und beteiligen Sie sich bis 8. März an der Konsultation!

>> teilnehmen 

Veranstaltungen

9. - 10. März 2018 // Stuttgart / Deutschland // Alpenraumprojekt AlpSib beim Social Innovation Summit

Mit dem «Social Innovation Summit» trägt der Verein «Social Entrepreneurship BW» zur Schärfung des Begriffs «Soziale Innovation» und den damit verbundenen Konzepten «verantwortungsbewusstes Wirtschaften», «Wirtschafts- und Unternehmensethik» und «positiver gesellschaftlicher Wandel» bei. Ziel ist es, eine breite Öffentlichkeit für die Thematik zu begeistern, soziale Innovatoren mit Führungskräften verschiedener Sektoren zu vernetzen und gemeinsam an Lösungen für soziale Herausforderungen zu arbeiten.

bwcon als Partner im Projekt AlpSIB gestaltet den Workshop «Social Impact Bonds: Ideen treffen Investoren» am 10. März.

>> Infos & Anmeldung

 

21. März 2018 // Stuttgart / Deutschland // Workshop des Alpenraumprojekts BIFOCAlps:

«Virtual und Augmented Reality anwenden: Wie profitiert meine Produktion von diesen Technologien?»

Der interaktive Workshop setzt den Fokus auf VR/AR Technologie: Die Teilnehmer haben die Möglichkeit konkrete Fälle anhand des BIFOCAlps-Indikatorensystems für die Factory of the Future-Technologie zu diskutieren und die verschiedenen VR/AR Systeme auszuprobieren.

>> Infos & Anmeldung

Publikationen

>> Zweites Arbeitspapier zu Interreg 2020+
Im Zuge der Diskussionen um die Zukunft der europäischen Kohäsionspolitik erarbeitete die AG Interreg im Juli 2017 das Arbeitspapier zur Weiterentwicklung von Interreg B 2020+. Darauf aufbauend erschien jetzt das zweite Papier «Potentials for further improvement of transnational Interreg Programmes post 2020 - some practical suggestions», das Vorschläge formuliert, die auf eine Reduzierung von Verwaltungsaufwand und -komplexität, eine Verbesserung der Effektivität und Effizienz sowie eine bessere Ausschöpfung des Potenzials der transnationalen Kooperation abzielen.

 

>> Gemeinsame Stellungnahme der Bundesregierung und der Länder zur Kohäsionspolitik der EU nach 2020

 

>> «A new, modern Multiannual Financial Framework for a European Union that delivers efficiently on its priorities post-2020»

Beitrag der Europäischen Kommission zur informellen Tagung der Staats- und Regierungschefs am 23. Februar 2018

 

>> 10 Things to Know About Transnational Cooperation

Broschüre der informellen Arbeitsgruppe aus Vertretern der transnationalen Interreg-Programme, von Interreg Europe und Interact zur Rolle und den Errungenschaften transnationaler und interregionaler Interreg-Programme in Europa

 

>> Neues bei den FAQ des Alpenraumprogramms

 

>> neue Website interreg.eu 

eine interaktive Karte zeigt alle Interreg-Programme auf Ebene der Länder und Regionen und liefert einen Überblick über die wichtigsten Informationen

 

Eine Idee für die Alpen im Kopf?

 

Bei Interesse und Fragen zum Alpenraumprogramm stehe ich gerne zur Verfügung und freue mich auf Ihren Anruf!

 

Freundliche Grüße

Katharina Köhne

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Katharina Köhne

Alpine Space Contact Point - Interreg B Alpenraumprogramm

 

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Referat 25

Alpenraum-Netzwerke

Makroregionale Strategien

Förderangelegenheiten der Europäischen Union

 

Rosenkavalierplatz 2

81925 München

 

Tel.    +49 89 9214 4307

Mail   Katharina.Koehne@stmuv.bayern.de

www.alpine-space.eu

 

Bildnachweis:

Titelbild: Katharina Köhne

Projekt AlpInnoCT: Dr. Wolfgang Backhaus

Projekt ASTUS: Dr. Stephan Schott

Projekt CaSCo: Christiane Kretschmer

Projekt e-MOTICON: Kathrin Eisele

Projekt GREENCYCLE: Susanne Knospe

Projekt IMEAS: Martin Sambale

Projekt DesAlps: Alexandra Hofmann

Projekt PlurAlps: Elke Klien

 
European Regional Development Fund