AlpBioEco

Valorisation of innovative bio-economical potentials along bio-based food & botanical extract value chains in the Alpine Space

Bioökonomie Expertenrunden

Um den Teilnehmern die Möglichkeit zu geben, tiefere Einblicke in ein bestimmtes Thema zu erhalten und in einer kleineren Gruppe zu diskutieren, fanden am Ende der AlpBioEco-Abschlusskonferenz Expertenrunden statt. An dieser Stelle möchten wir einige Eindrücke dieser Sitzungen mit Aussagen von Rednern und Teilnehmern teilen.

Expertenrunde: Erfahrungen in der regionalen Walnussproduktion und -vermarktung in Süddeutschland

Sprecher: Cornelia Ptach, Lebensmittelchemikerin und Vorstand von Sinne & Sensorik; Ulfried Miller, Agrarbiologe und Vorstand des Regionalverbunds Bodensee-Oberschwaben des Bunds für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

„Ich war überrascht von dem großen Interesse und der Bereitschaft, zu unserem Walnuss-Netzwerk beizutragen. Wir haben viele wichtige Themen besprochen, von der Qualitätssicherung über die Haltbarkeit bis hin zu den notwendigen Maschinen oder Taktiken zum Trocknen der Walnüsse. Wieder einmal wurde auch die große Vielfalt an Walnüssen deutlich, und wir haben über die besten Sorten für bestimmte Regionen gesprochen. Neben den interessanten Diskussionen haben wir auch selbst neue Kontakte gewonnen, wie zum Beispiel das für die Biozertifizierung zuständige Ministerium in Baden-Württemberg. Alles in allem freue ich mich sehr über die gelungene Session und glaube, dass die positive Atmosphäre und die tiefgreifenden Diskussionen neue Ideen und vielleicht sogar Innovationen gefördert haben.“ Cornelia Ptach

Expertenrunde: Interreg Alpine Space 2021 & Ausblick auf die nächste Programmperiode

Sprecher: Primoz Skrt, Projektleiter des Joint Secretariats des Interreg Alpine Space Programms

„Es war sehr interessant, etwas über die nächste Projektperiode von Interreg Alpine Space zu erfahren und so einen Einblick in die Struktur der Projekte zu erhalten, die AlpBioEco folgen werden. Ich glaube, dass die vier vorrangigen Bereiche, die bereits für die nächste Programmperiode ausgewählt wurden, dazu beitragen werden, Nachhaltigkeit und Innovation im Alpenraum zu verbessern. Zu den Prioritäten gehört beispielsweise eine klimaresistente, klimaneutrale und ressourcenempfindliche Alpenregion. Damit ist auch der weitere Einfluss der nun abgeschlossenen Projekte gesichert. Da der erste Projektaufruf voraussichtlich im Herbst 2021 gestartet wird, könnten die ersten Projekte im Jahr 2022 beginnen – ich bin schon gespannt, welche Projekte eingerichtet werden!“ Lisa-Marie Schröder, AlpBioEco Projektassistentin (Hochschule Albstadt-Sigmaringen)

Expertenrunde: Einblicke in alternative Packmittel aus Apfeltrester

Sprecherin: Dr. Bettina Schwarzinger, Hochschule Oberösterreich, FH OÖ Forschungs- und Entwicklungs-GmbH

„Wir haben einen tiefen Einblick in die Analyse von Apfeltrester bekommen – es war wirklich interessant zu sehen, wie unterschiedlich dieser Rohstoff sein kann und dass nicht jede Art von Apfeltrester zum Produzieren von Verpackungen geeignet ist. Am Anfang hatten wir eine kurze Umfrage und es war für mich überraschend, dass mehr als die Hälfte der Teilnehmer angab, bereits nachhaltige Verpackungen oder Geschirr verwendet zu haben. Ich denke, wir haben tatsächlich ein interessiertes Unternehmen gefunden, das die nachhaltige Verpackung und das nachhaltige Geschirr ausprobieren möchte, sobald das Geschäftsmodell weiterentwickelt ist. Vielleicht können wir dieses Unternehmen auch mit unseren Experten der Fachhochschule Oberösterreich verbinden, die ebenfalls an unserer Sitzung teilgenommen haben.“  Kristina Eder (AlpBioEco Projektpartner Business Upper Austria – OÖ Wirtschaftsagentur GmbH)

Expertenrunde: transition2bio - Training zur Förderung der Bioökonomie

Sprecherin: Susanna Albertini, Initiatorin des European Bioeconomy Networks und Projektleitern an der FVA New Media Design

„Susannas Präsentation gab einen guten Überblick über alle Perspektiven in Bezug auf die Kommunikation für die Bioökonomie. Als Kommunikationsbeauftragte für das AlpBioEco-Projekt wurde ich mit den von Susanna aufgeführten Herausforderungen konfrontiert: Wie kann man für die Entwicklung der Bioökonomie inspirieren, informieren, bewerten, verbinden und mitgestalten? Susanna ist eine Expertin mit einem unglaublichen Netzwerk. Ich habe es sehr geschätzt, dass sie den Teilnehmern ihre Empfehlungen gegeben hat!“  Audrey Leclerc, AlpBioEco Kommunikationsmanagerin (Hochschule Albstadt-Sigmaringen)

Expertenrunde: C2C Konzept für eine grünere Zukunft

Sprecherin: Tina Kovacic, Gründerin von FruitFibres und Waste Into Treasure

„Cradle-to-Cradle (C2C) oder regeneratives Design ist ein ganzheitlicher Ansatz, der darauf basiert, dass die Industrie Ökosysteme auf nachhaltige Weise nach den Null-Abfall-Prinzipien schützen und bereichern muss. Tina Kovačič von der Firma FruitFibers präsentierte ihre inspirierende, innovative und nachhaltige Geschäftsidee zur Verwendung des biologisch abbaubaren Obstabfalls, hauptsächlich aus Äpfeln, um ein Material zu erhalten, das in der Designindustrie verwendet werden kann. Sie zeigte uns einige Produkte wie ein Notebook Cover, einen Gürtel oder eine Brieftasche, die sie bereits in Zusammenarbeit mit Experten des Nationalen Instituts für Chemie entwickelt hatte. Das Beeindruckendste ist, dass ihre Produktkollektion wächst, die Forschung fortgesetzt wird und ihre Produkte bald auf dem Markt sein werden. Sie kam zu dem Schluss, dass die Vernetzung mit Wissenschaftlern entscheidend ist, um ihre Geschäftsidee ans Licht zu bringen. Nur gemeinsam können wir eine grünere und bessere Zukunft für alle schaffen, einen Apfel nach dem anderen!“ Vesna Miličić (AlpBioEco Projektpartner Industrie- und Handelskammer Slowenien)

Expertenrunde: Interaktive Session: Der Weg zur Entwicklung eines öko-innovativen Geschäftsmodellkonzepts

Sprecherin: Sonia Barani, Junior Projektleiter beim AlpBioEco Projektpartner Italienische Handelskammer für Deutschland (ITKAM)

„Was ich während der AlpBioEco-Abschlusskonferenz am meisten geschätzt habe, war die Möglichkeit, mit Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund in Kontakt zu treten. An der Konferenz nahmen Vertreter von Institutionen, Hochschulen, (angehenden) Unternehmern und Studenten teil, die uns Feedback und neue wertvolle Erkenntnisse gaben. Während der Expertenrunde „Interaktive Session: Der Weg zur Entwicklung eines öko-innovativen Geschäftsmodellkonzepts“ haben wir versucht, die vom AlpBioEco-Team bereits getestete Methodik auf eine andere Wertschöpfungskette und ein anderes Produkt anzuwenden – nämlich auf Fisch und Fischleder. Die Übertragung der Projektergebnisse ist entscheidend, um die Kapitalisierung unserer Ergebnisse zu ermöglichen. Einige Erkenntnisse aus der Konferenz: entscheidende Faktoren für die Förderung nachhaltiger Innovationen:
- Vernetzung
- Wissensvermittlung
- Kommunikation der Vorteile der Bioökonomie an die breite Öffentlichkeit und die Verbraucher.“
(Sonia Barani)