GaYA

Governance and Youth in the Alps

Partner

Agenzia di Sviluppo Gal Genovese

Die Region, in der wir leben und arbeiten ist einzigartig: Nah an der Küste und zugleich verbunden mit lebendigen Großstädten und urbanen Gebieten, während die Täler im Landesinneren vom Charme ländlicher Siedlungen und Bergdörfer geprägt sind. Zu den Mitgliedern von Gal Genovese gehören: Die Provinzhauptstadt Genua; die Handelskammer Genua; das Konsortium Bacino Imbrifero Montano (BIM Bormida); der Verband der Italienischen Gemeinden Liguriens (ANCI Liguria); CARIGE Bank; das Expo-Konsortium Valle Stura; der Verband der Italienischen Landwirte Genua (CIA - Genova); der Provinzverband der Landwirte Genua (Coldiretti Genova); der Verband für Handwerk und KMU Genua (CNA Genova); der Verband für Handel, Tourismus, Dienstleistungen und KMU Genua (Ascom Genova); der Italienische Handel- und Tourismusverband (Confesercenti); der Verband Ligurischer Genossenschaften (Legacoop Liguria); der Italienische Genossenschaftenverband (Confcooperative).

Gal Genovese steht für „Lokale Aktionsgruppe“ (LAG) und ist als Agentur für Entwicklung auf dem gesamten Gebiet um die Stadt Genua tätig. Sie sammelte erste grenzüberschreitende Erfahrungen innerhalb des EU-Förderprogramms LEADER im Rahmen von Kooperationen mit anderen LAG quer durch Europa (Frankreich und Irland waren die Ersten). Diese Erfahrungen waren sehr wertvoll und halfen, die Qualität der Projekte zu steigern, in dem Methoden und Know-How ausgetauscht wurden. Die Zusammenarbeit hat sich für die verschiedenen LAG als äußerst wichtig und richtungweisend gezeigt. Sie gingen daraufhin einen Schritt weiter und machten die Zusammenarbeit zu einer Strategie. Die LGA betrachteten sie somit nicht nur als Möglichkeit, finanzielle Ressourcen zu erschließen. Die Idee dahinter war, dass die Entwicklungsstrategie der LAG (ein komplexes und ganzheitliches System von Initiativen über mehrere Jahre hindurch) zur Grundlage für GAL Aktivitäten im Laufe der Jahre wird. Ebenfalls sollte die grenzüberschreitende Zusammenarbeit als Instrument dienen, das in bestimmten Themenfeldern eine breitere Perspektive voneinander zu lernen und die Zusammenarbeit bei gemeinsamen Anliegen ermöglichen soll.

Unsere Haupttätigkeit konzentriert sich auf lokale Entwicklung und nachhaltiges Wachstum in Zusammenarbeit mit lokalen öffentlichen sowie privaten Ansprechpartnern, dabei werden partizipative Methoden angewendet. LEADER hat Partizipationsprozesse vor Ort immer unterstützt, sodass sich die Bevölkerung an Entscheidungsprozessen betreffend ihre Zukunft verstärkt beteiligen. Nach dem Bottom-up-Prinzip hat GAL Genovese eine lokale Strategie (SSL) zur Entwicklung der Gebiete in ihrer Zuständigkeit für den Zeitraum 2014-2020 aufgestellt. Interviews mit den Bewohnern, ihre Bedürfnisse, Ideen und Vorschläge sowie auch jene von Politik und Verwaltung haben zur Entstehung der SSL „Qualität und Entwicklung“ geführt. Jede Periode des lokalen Entwicklungsplans sah Maßnahmen zur Schaffung bzw. Erhaltung von Beschäftigungsmöglichkeiten in Bergregionen oder zur Verbesserung der Dienstleistungen und der Lebensqualität vor.

Im Laufe der Jahre haben wir immer wieder Vorschläge für Jugendaktivitäten (family care), wie die Möglichkeit sich zu treffen und Erfahrungen zu teilen, eingebracht. Beispielsweise wurde ein mithilfe von LEADER 2000 -2007 geschaffenes baby parking zu einem wichtigen Treffpunkt für Teenager und wurde dadurch EU-weit als Good Practice-Beispiel gesehen. Zudem haben wir gemeinsam mit Sportvereinen und jungen Menschen Outdoor-Aktivitäten organisiert, wobei wir Diskussionen zu lokalen Themen während unserer Veranstaltungen immer fördern. Wir sind mit den Schulen in unserem Zuständigkeitsbereich in Kontakt und beziehen sie bei unseren Aktivitäten mit ein.

Wir haben ebenfalls Erfahrung mit den zentralen Themen des Alpenraum-Programms, insbesondere Barrierefreiheit, Verbesserung der Dienstleistungen und der Lebensqualität, Umwelt und Nachhaltigkeit, Sport und Kulturtourismus, Kulturerbe in ländlichen Gebieten (Access, AlpWater, Pusemor, Qualima, Crafts 2007/13). Den Mehrwert der Zusammenarbeit zu entdecken war für die Berggemeinden eine echte Herausforderung: Bürgermeister und Interessenvertreter haben sich Europa geöffnet und lernten durch den Vergleich mit Anderen neue Perspektiven kennen und erlangten ein größeres Bewusstsein über ihr eigenes Potential.

Während der letzten Jahre konnte GAL Genovese ihren Wirkungsbereich ausweiten und übernahm ein weites Spektrum an Gebieten und Aufgaben. Ebenfalls wurde sie zu einem wichtigen Bezugspunkt für die Initiativen lokaler kultureller und freiwilliger Organe und Vereinigungen. GAL Genovese ist - im Zuge der konstanten Koordinierung auf verschiedenen territorialen Ebenen - Teil des mehrstufigen Governance-Prozess.

Marisa Bacigalupo, E-Mail

Annalisa Cevasco, E-Mail

www.agenziadisviluppogalgenovese.com

CIPRA International Lab GmbH

CIPRA Lab stellt den Projektentwicklungszweig der CIPRA International dar, einer NGO (100 Mitgliedsorganisationen), die sich den Schutz und die nachhaltige Entwicklung der Alpen zur Aufgabe gemacht hat. Als Transfer-Organisation hat sie Erfahrung im Vernetzen, in Kommunikation, Wissenstransfer, Partizipation und Vermittlung an Interessenvertreter und Politik. CIPRA verfügt bereits über eine langjährige Erfahrung in der Teilnahme sowie auch in der Leitung von (sowohl EU-finanzierten als auch anderen) grenzüberschreitenden Projekten: PEMO (ABH); MountEE (IEE); Zukunft in den Alpen (MAVA); Alpstar (ASP); C3-Alps (ASP); SPARE (ASP); AlpES (ASP) etc.

CIPRA ist für die arbeitspaket- und die projektinterne Kommunikation zuständig. Sie spielt eine wesentliche Rolle beim Netzwerken mit EntscheidungsträgerInnen und Jugend sowie in der Verbreitung der Ergebnisse innerhalb und außerhalb der Pilotregionen.

Andreas Pichler, E-Mail

Michaela Hogenboom, E-Mail

www.cipra.org

aha – Jugendinformationszentrum Vorarlberg

aha ist ein Jugendinformationszentrum, das junge Menschen dabei unterstützt ihre Ideen umzusetzen und alle ihre Chancen zu ergreifen, in dem sie gut informiert ihre Entscheidungen treffen. Unser Ziel ist es, dass junge Menschen das Wissen und Selbstbewusstsein erlangen, sodass sie aktiver Teil der Gesellschaft sein können und diese mitgestalten.

aha bietet jungen Menschen zwischen 13 und 24 aktuelle Informationen in verschiedenen Bereichen (z. B. Bildung, Arbeit, Reisen, rechtliche Angelegenheiten etc.). Es bietet ebenfalls eine Youth Card (aha card) und ein Auszeichnungssystem für junge Freiwillige.

aha nimmt an EU-Programmen wie Erasmus+ und Jugend in Aktion teil, koordiniert das European Voluntary Service im Bundesland Vorarlberg und ist Partner verschiedener lokaler sowie internationaler Projekte.

Durch Information, Beratung und Lobby setzt sich aha für die Entwicklung einer Partizipationskultur innerhalb der Gemeinden und Institutionen ein.

aha ist der österreichische Partner im GaYA-Projekt und unterstützt die Leiter der Arbeitspakete in Sachen Inhalt und Organisation. Es werden Kontakte zu Interessenvertretern wieder aufgenommen bzw. unterstützt.

Thomas Müller, E-Mail

Monika Paterno, E-Mail

www.aha.or.at

EURAC

Innerhalb seines Forschungsgebietes „ Institutional Innovation und partizipatorische Demokratie“ konzentriert sich das Institut für Vergleichende Föderalismusforschung der EURAC-Forschung auf Fragen wie etwa wie Entscheidungen getroffen werden bzw. wie sie in der heutigen vernetzten Welt in einer effektiveren und demokratischeren Form getroffen werden können. Forschungsprojekte untersuchen inwieweit aufkommende Trends, Praktiken und Methoden von Bürgerbeteiligung traditionelle Entscheidungsfindungsprozesse ergänzen. Sie untersuchen auch, in welchem Ausmaß die Institutionalisierung dieser Instrumente eine Unterstützung sein kann um besser zu regieren. Das Institut bietet Beratung für internationale Organisationen, regionale/lokale Verwaltung sowie für Regierungsdelegationen. 2012-2014 führte EURAC das Projekt „POP! Pfade der Partizipation!“, das darauf abzielte, die aktive Jugendbeteiligung innerhalb der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino zu steigern, durch. Seit 2010 war EURAC in 85 von EU-Programmen finanzierten Projekten involviert.

EURAC-Forschung ist für das Arbeitspaket T1 und die Supervision der Forschungsaktivitäten im Rahmen des Projekts zuständig. Aufgrund ihrer Expertise im Bereich der partizipatorischen Demokratie und institutionale Innovation werden die ForscherInnen ebenfalls bei den Training Sessions für die EntscheidungsträgerInnen eine aktive Rolle spielen.

Greta Klotz, E-Mail

Lucia Radici, E-Mail

www.eurac.edu

ALPARC

Seit 1995 unterstützt das Netzwerk Alpiner Schutzgebiete (ALPARC) die Zusammenarbeit zwischen Naturschutzeinrichtungen im gesamten Alpenraum mit dem Ziel, die Erhaltung und nachhaltige Entwicklung ihres natürlichen und kulturellen Erben zu fördern. Zusätzlich zu den Aktionsfeldern ökologische Vernetzung und regionale Entwicklung engagiert sich ALPARCs operative Abteilung verstärkt für die Sensibilisierung im Umgang mit dem alpinen Raum, um die Beziehung zwischen dem Menschen, vor allem den jungen Menschen, und der Bergwelt langfristig zu schützen. Insbesondere koordinieren wir eine alpenweite Arbeitsgruppe von ExpertInnen in „Mountain Education“, leiten EU-Jugendprojekte und informieren das stetig wachsende Netzwerk über auf die Bergwelt ausgerichtete Strategien im Bildungsbereich.

Die Aufgabe von ALPARC ist es, die Umsetzung der partizipativ-demokratischen Ansätze in den ausgewählten Pilotstandorten mithilfe der lokalen Aktionspläne (Arbeitspaket 3) zu koordinieren. Das Netzwerk bietet Unterstützung beim Sammeln und Auswerten von Daten zum Thema Demokratie und Partizipation in den Alpen, ermöglicht Wissensaustausch und fördert Jugendpartizipation in der Demokratie insbesondere in französischsprachigen Pilotstandorten.

Letizia Arneodo, E-Mail

Dominik Cremer-Schulte, E-Mail

www.alparc.org

Parc naturel régional du Massif des Bauges

PNRMB unterstützt einen stark Umwelt-ausgerichteten Bildungs- und Jugendsektor sowie zahlreiche Projekte wie die Eco-Volunteering-Initiative „Young Nature Guides“. Zahlreiche Jugendprojekte und pädagogische Tools werden innerhalb einer formellen Vereinbarung mit der nationalen Behörde für Bildung entwickelt. Der Park leitet ein Netzwerk von 35 lokalen BildungsexpertInnen mit einem breiten Spektrum an Kompetenzen. 64 Gemeinden, 11 lokale Autoritäten, 2 Abteilungen und die Region Auvergne-Rhône-Alpes sind durch ihre Vertreter Mitglieder des Parkverwaltungsrats. Der Park wird seine Statuten 2019 aktualisieren und sieht in der neuen Fassung Maßnahmen zur Jugend-Governance vor. Der Parkrat sowie auch einige Gemeinden im Gebiet des Parks sind als Pilotstandorte im Rahmen des GaYA-Projekts vorgesehen. Wir sind ALPARC-Mitglied und Teil der alpinen Arbeitsgruppe “Mountain Environmental Education” in Projekten wie “Youth at the Top”. Wir nehmen an zahlreichen EU-Programmen wie LEADER, ALCOTRA (as a LP), FEADER, FEDER, POIA, INTERREG teil.

Im Rahmen des Arbeitspakets T1 trägt PNRMB als einer der zwei französischen Partner die Aufgabe, Best Practice-Beispiele und Erfahrungsberichte zur Jugendbeteiligung zu sammeln. Im Rahmen des Arbeitspakets T2-T3 werden wir für einen Pilotstandort in einer ländlichen Region zuständig sein, wir werden seine Tätigkeiten unterstützen und koordinieren.

Philippe Gamen, E-Mail

Julie Higel, E-Mail

www.parcdesbauges.com

Občina Idrija

Die Gemeinde Idrija ist eine kleine Gemeinde in den Alpen West-Sloweniens. Früher eine Quecksilbermine mit globalen Auswirkungen, heute ein UNESCO-Weltkulturerbe und gleichzeitig UNESCO Global Geopark, weltweit führend im Bereich Elektro- und Automobilindustrie und regional führend im Bereich intelligente Stadtentwicklung, Jugendpartizipation und Erhaltung des Kulturerbes. Idrijas Jugendstrategie 2015-2020 wurde gemeinsam mit der lokalen Jugend entwickelt und umfasst wichtige Themen und Anliegen sowohl für die Gemeinde als auch für die Jugendorganisationen: Beschäftigungsmöglichkeiten, leistbares Wohnen, Jugendbeteiligung und Inklusion. Die Gemeinde hat an vielen internationalen Jugendprojekten (z. B. Youth Shaping Alpine Municipalities, Youth Alpine Express) sowie an nationalen Initiativen (z. B. Youth Friendly Municipality) teilgenommen.

 

Die Gemeinde Idrija wird für die Koordinierung und Umsetzung des Arbeitspakets T2 zuständig sein. Sie wird sich dafür einsetzen, EntscheidungsträgerInnen auszubilden und zu motivieren, partizipatorisch-demokratische Ansätze und die Jugend in ihren Arbeitsalltag zu integrieren.

Janja Hiti, E-Mail

Matevž Straus, E-Mail

www.idrija.si

Alpenstadt des Jahres e.V.

ASDJ ist eine Vereinigung von Städten, die sich mit den Zielen der Alpenkonvention besonders stark identifizieren und diese umsetzen.  Regelmäßige Zusammenarbeit und Austausch zeichnet die derzeit 16 Städte aus. Jugend-Governance-Politiken können durch dieses Netzwerk in allen 16 Alpenstädten beworben werden. Der Mehrwert liegt in der Möglichkeit die Resultate zu verbreiten, aber auch verschiedene Erfahrungswerte zu sammeln, schließlich liegen die Städte über dem gesamten Alpenraum verteilt und sind in unterschiedlichen rechtlichen und demokratischen Systemen eingebettet (bspw. Direkte Demokratie in der Schweiz). Die Geschäftsstelle ist das Bindeglied zwischen den Städten, das die hohe Qualität der Projektumsetzung und der Ergebnisse sicherstellt. ASDJ nahm an mehreren EU-Projekten teil, wie zum Beispiel: YSAM (Versuchsfelder für Jugendpartizipation), recharge.green (Ausgleich schaffen zwischen Alpen-Energie und Naturschutz) oder Alpstar (mit dem Ziel bis 2050 klimaneutral zu werden).

Die Aufgaben von ASDJ im Rahmen des GaYA-Projekts sind es, ihre Mitgliedsstädte miteinzubeziehen und sie zu motivieren, die Ergebnisse zu verfolgen und umzusetzen sowie die Pilotpartner bei der Durchführung des geplanten Vorhabens und der vorangehenden Recherche zu unterstützen.

Claire Simon, E-Mail

www.alpenstaedte.org